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Werteerziehung

Werteerziehungsprojekt an der Grundschule Rödental-Mitte in den Schuljahren 2009/10 und 2010/11

Bereits in diesen Schuljahren wurden Sozialziele nach Margit Weidner ausgearbeitet und nacheinander besprochen und eingeführt. Zusätzlich lief in verschiedenen Klassen das Projekt „Faustlos".

 

Werteerziehungsprojekt an der Grundschule Rödental-Mitte in den Schuljahren 2011/12 und 2012/13

1. Sozialziele nach Margit Weidner

Jeweils nach den Ferien wurden die entsprechend neuen Sozialziele mit der gesamten Schulgemeinschaft in der Pausenhalle eingeführt, besprochen und im Schulhaus sichtbar gemacht (Sonne mit Strahlen, auf denen die Sozialziele stehen). Alte, bereits bekannte Sozialziele wurden bei dieser Gelegenheit wiederholt und gefestigt.

Im Schuljahr 2011/12 wurden folgende Sozialziele eingeführt:

    • Wir grüßen uns.
    • Wir laufen im Schulhaus langsam und sind leise.
    • Wir nutzen die Vorviertelstunde zur Vorbereitung auf den Unterricht.
    • Wir gehen mit Materialien und Gegenständen sorgsam um.
    • Wir hören uns gegenseitig zu und lassen den anderen aussprechen.
    • Wir bitten und bedanken uns.

Dazu wurde ein Liedtext umgearbeitet, s. Anhang. Im Schuljahr 2012/13 werden diese Sozialziele nun nochmals aufgegriffen, wiederholt und gefestigt. Dies geschieht mit der Hilfe von Signalkarten, die an die wichtigsten Lernziele erinnern und im Schulhaus aufgehängt werden, wie auch klassenintern mit einer Sonne mit den sechs Strahlen für die erarbeiteten Lernziele.
Für das nächste Schuljahr sind Vorlesegeschichten zu den Sozialzielen geplant.

 

2. Einführung der Friedenstreppe

Im Schuljahr 2012/13 wird jede Klasse durch die Schulpsychologin Christine Freundl bezüglich der Friedenstreppe ausgebildet. Binnen zweier Einheiten wird jede Klasse in die Grundlagen der Streitschlichtung mit Hilfe der Friedenstreppe eingeführt. Durch den Klassenlehrer, bzw. die Klassenlehrerin wird das Projekt vervollständigt und nachhaltig gesichert, so dass lösungsorientierte Konfliktbewältigung zum Schulprinzip werden kann.

Vorstellung der Friedenstreppe – als Möglichkeit der Konfliktlösung an Grundschulen

Mit Hilfe der Friedenstreppe lernen Schüler der Grundschule Konflikte friedlich und selbstständig zu lösen.
Die Klasse sitzt im Halbkreis um eine aufgezeichnete oder aufgebaute Friedenstreppe. Die Streitenden beginnen auf der ersten Stufe und stehen sich gegenüber. Zum Schluss stehen sie auf der letzten Stufe und beenden ihren Streit. Ein Streit ist erst dann beendet, wenn es zwei „Gewinner" gibt, das heißt jeder mit dem Konfliktausgang zufrieden ist.

Zugrundeliegend ist die „OMA-Regel". Das „O" steht für die Ohren: Wir hören gut zu. Das „M" steht für den Mund: Wir sprechen mit einer freundlichen Sprache, Kraftausdrücke sind verboten. Das „A" steht für die Augen: Wir sehen uns an. Beide Kinder, die ihren Streit auf der Friedenstreppe lösen, müssen damit einverstanden sein. Dies gilt auch für die Akzeptanz der Regeln, die auf der Friedenstreppe gelten.

Stufen der Friedenstreppe:

    1. Stufe: Jeder darf erzählen
      Auf der ersten Stufe der Friedenstreppe dürfen die beiden Kontrahenten nacheinander ihre Sicht des Streites erzählen. Der andere hört zu.

       
    2. Stufe: Wiederholen
      Nun wiederholen die Streitenden nacheinander, was sie vom anderen verstanden haben.

       
    3. Stufe: Lösungen sammeln
      Auf dieser Stufe werden Vorschläge zur Lösung des Streites gesammelt. Hier können auch Ideen des Plenums aufgegriffen werden. Die Streitenden einigen sich auf eine Lösung.

       
    4. Stufe: Sich vertragen
      Die Lösung wird ausgeführt und der Streit ist beendet.

Die Friedenstreppe wird in zwei Unterrichtseinheiten eingeführt. Durch die Fortführung der Arbeit durch die jeweiligen Klassenleitungen wird die friedliche und selbstständige Lösung von Konflikten allmählich zum Unterrichts-, bzw. Schulprinzip.

Vorteile:

    • Es handelt sich um einen lösungsorientierten Ansatz, der keine Patentrezepte vorschreibt.
    • Es wird eine eigenständige Lösung mit zwei Gewinnern gefunden.
    • Die Kinder fühlen sich ernst genommen.
    • Die Konfliktlösung wird am Modell gelernt, indem die ganze Klasse zusieht.
    • Alle Kinder können sich an der Lösungssuche beteiligen.

 

Zusammenstellung von Christine Freundl, Schulpsychologin, Grundschule Rödental-Mitte, Mecklenburger Str.12, 96472 Rödental, Tel. 09563 – 7417-0, -11

 
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